Bausparvertrag

Mit einem Bausparvertrag erreichen Sie mehrere Ziele. Sie können den Bausparvertrag für vermögenswirksame Leistungen benutzen, als Sparanlage kombiniert mit der Wohnungsprämie oder der Arbeitnehmerzulage als zusätzlichen Renditekick oder als Option auf den Erwerb von Wohneigentum benutzen.

Ein Bausparvertrag unterscheidet sich, im Angebot der verschiedenen Bausparkassen, am Guthabenzins, am Zinsbonus, am Darlehenszins, am Mindestsparguthaben und an der Abschlussgebühr. Deshalb sollten Sie einen Bausparvertrag nicht gleich beim erstbesten Anbieter abschliessen, sondern sorgfältig vergleichen, welcher Bausparvertrag Ihre Ziele und Bedürfnisse am besten trifft. Denn ein Bausparvertrag ist kein Abschluss für ein Jahr, das sollten Sie bedenken. Der erste Bausparvertrag wurde in Großbritanien abgeschlossen. Schon damals war das Ziel eines Bausparvertrages, für eine Vielzahl von Sparern, ausreichend Eigenkapital zur Baufinanzierung zu bilden und zusätzlich einen Anspruch auf ein günstiges Darlehen zu erwerben.

So lässt sich das Sparen mit einem Bausparvertrag in 3 Abschnitte unterteilen. So gibt es im Bausparvertrag eine Ansparphase, eine Zuteilungs- und Darlehensphase. Ein Bausparvertrag ist eine Kombination aus einem Spar- und einem Darlehensvertrag. Der Bausparer zahlt über mehrere Jahre regelmäßig Raten (Monatlich/Jährlich) in den Bausparvertrag ein. Besitzt der Bausparvertrag nach einigen Jahren ein gewisses Guthaben und eine interne Mindestbewertungszahl, hat der Bausparer einen Anspruch auf ein Darlehen aus dem Bausparvertrag. In der Regel muss ein Bausparvertrag mit 40 % oder 50 % bespart werden, damit das Bauspardarlehen in Anspruch genommen werden kann.

Wenn also ein Bausparvertrag über 15 000 € abgeschlossen wurde und nach 7 Jahren ein Guthaben von 7 500 € aufweist, dann ist das Mindestguthaben erreicht. Wenn auch die interne Mindestbewertungszahl der Bausparkasse erreicht ist, hat der Bausparer einen Anspruch auf ein Darlehen, in Höhe des Restbetrages des Bausparvertrages, in diesem Beispiel von 7 500 €. Es besteht auch die Möglichkeit auf das Darlehen zu verzichten, dann erhält der Bausparer oftmals rückwirkend eine höhere Verzinsung. Mit einem Bausparvertrag können vielfältige Möglichkeiten für die Zukunft genutzt werden. So kann man das Guthaben und das Darlehen aus dem Bausparvertrag für Modernisierungsmassnahmen, zur Ablösung einer Hypothek oder zur Auszahlung von weiteren Erben einer Immobilie nutzen. Wenn man bedenkt, daß die durchschnittliche Zinshöhe der Darlehen in den letzten 30 Jahren 8 % betrug, dann ist gerade vor diesem Hintergrund, der Abschluß eines Bausprvertrages zu empfehlen, um sich für eine spätere Baufinanzierung sich einen attraktiven Darlehenszins zu sichern. Wenn man von vorneherein kein Bauspardarlehen in Anspruch nehmen will, aber einen Anspruch auf Wohnbauprämie und/oder Arbeitnehmersparzulage hat und bei Verzicht auf das Darlehen einen Zinsbonus erhält, dann ist ein Bausparvertrag ein Sparplan, der erhebliche Renditevorteile gegenüber herkömmlichen Sparplänen besitzt. Ein Bausparvertrag ist somit die ideale Lösung, wenn man sich nicht sicher ist, ob man ein renditestarkes Sparen bevorzugt oder sich ein zinsgünstiges Darlehen für die Zukunft sichern will. Es kann also nicht falsch sein, einen Bausparvertrag abzuschliessen, um sich beide Optionen für die Zukunft offen zu halten.

admin on November 19th 2008